Spechtbeobachtung in der Haard erfolgreich verlaufen

Bei besten Osterwetter trafen sich am Ostersonntag rund 30 Interessierte, um mit Gerhard Clarenbach in die Welt der Spechte einzutauchen. Nach einigen Erläuterungen am Anfang der Tour ging es in den Wald. Unglücklicherweise hatte das dort eigentlich üblicherweise nistende Schwarzspechtpaar seinen Standort gewechselt. Wie Herr Clarenbach zu berichten wusste, zogen sie in das Revier eines anderen Weibchens, woraufhin hier ein Streit unter den Weibchen um das Männchen entstand. Hierbei tänzeln die Weibchen unter Gezeter um einen Baumstamm, wobei jedes Weibchen auf der gegenüberliegenden Seite des Baumes sitzt. Letztendlich zog das Schwarzspechtpaar noch einmal in das alte angestammte Revier zurück, hier kam es allerdings zu keiner Brut mehr. Zeigen konnte Herr Clarenbach jedoch eine Bruthöhle des Kleinspechts und auch die eines Buntspechts. Der letztere ließ sich sogar blicken. Daneben zeigten viel frische Späne an den Baumwurzeln, dass die Spechte in diesem Waldstück sehr aktiv sind. Neben den Spechten zeigte Herr Clarenbach auch einen, mittlerweile umgestürzten, Baum, in dem in regelmäßigen Abständen große Nägel eingeschlagen sind. Hier hatte in vergangenen Zeiten die Jugend einen Zugang zu den Spechthöhlen geschaffen, in denen auch gerne Dohlen brüten. Diese Dohlennester wurden ausgenommen, um die jungen Dohlen zu Hause per Hand aufzuziehen